ZIELSETZUNGEN der PUBLIKATIONS-
REIHE

  • Die Publikationsreihe "Österreichisches Deutsch - Sprache der Gegenwart" ist als Publikationsplatform für wissenschaftliche Arbeiten mit folgenden Schwerpunkten ausgelegt:
    • Arbeiten zum Österreichischen Deutsch bzw.
    • Arbeiten zur Sprachvariation und zum Verhältnis von Sprache und Gesellschaft
    • Arbeiten zur Plurizentrik von Sprachen
    • Arbeiten zur deutschen Gegenwartsprache, insbesondere solche mit Österreichbezug
    • Arbeiten mit soziolinguistischer und/oder pragmatischer Ausrichtung
    • Arbeiten, die aktuelle gesellschafts- und sprachpolitisch relevane Themen ausgreifen und einer eingehenden Analyse unterziehen.
  • Die Publikationsreihe steht allen in- und ausländischen AutorInnen offen, die zu den genannten Themenbereichen publizieren möchten.
  • In der Publikationsreihe werden auch Dissertationen bzw. sehr gute Abschlussarbeiten veröffentlicht, wenn sie einen wesentlichen Beitrag zu m gewählten Sachgebiet liefern.

HERAUSGEBER/
VERLAG

  • Die Publikationsreihe wird von Rudolf Muhr (Graz)  herausgegeben
  • Manuskripte und Anfragen zu Publikationen richten Sie an Rudolf Muhr.
    Email:
  • Verlag: Peter Lang Verlag, Europäischer Verlag der Wissenschaften. Frankfurt/M. - Berlin - Bern - Bruxelles - New York - Oxford - Wien

Bisher erschienene Bände:

 

BAND 1 (2002/2004)

EUROSPEAK

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Rudolf Muhr/Bernhard Kettemann (Hrsg.):
Eurospeak. Der Einfluss des Englischen auf europäische Sprachen zur Jahrtausendwende.
1. Aufl. 2001 / 2. korr. Aufl. 2004.
Frankfurt am Main, Berlin, Bern, Bruxelles, New York, Oxford, Wien, 2002, 2004. 236 S., zahlr. AbbISBN 3-631-52324-6 br. €*
37.80

Der Sammelband thematisiert den Einfluss, den das Englische auf verschiedene europäische Sprachen erlangt hat und behandelt sowohl linguistische, sprachpolitische, als auch sprachpflegerische Aspekte dieses Einflusses. Die insgesamt 12 Beiträge gehen aus unterschiedlicher Perspektive den Gründen für die Übernahmen und den Haupteinflussbereichen nach und versuchen Antworten zu finden, wie darauf zu reagieren sei. Gleichzeitig wird auch auf die Aktivitäten der verschiedenen Sprachpflegevereine eingegangen, die in den 90er Jahren des vorigen Jahrhunderts aktiv geworden sind. Der Band nimmt in vielfältiger Weise und auf wissenschaflticher Basis zu einem aktuellen Problem Stellung und versteht sich als Korektiv zu der in der Öffentlichkeit oft sehr emotionell geführten Diskussion über das Thema der "Anglizismen".

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BAND 2 (2003)
Vielsprachiges Europa

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Eva Gugenberger /Mechthild Blumberg (Hrsg.): Vielsprachiges Europa. Zur Situation der regionalen Sprachen von der Iberischen Halbinsel bis zum Kaukasus. 1. Aufl. 2003 . Frankfurt/M., Berlin, Bern, Bruxelles, New York, Oxford, Wien, 2003. 235 S., 2 Abb., 3 Tab. ISBN 3-631-39708-9

Die Begegnung mit dem Fremden und der Austausch zwischen Kulturen stellen eine Breicherung menschlichen Lebens das, führen aber oft genug zu Konflikten ethnischer, sozialer und religiöser Art, die sich nicht selten an der Sprachenfrage entzünden. In einer immer vernetzteren Welt und in einem zusammenwachsenden Europa stellt sich die Sprachenfrage mit aller Dringlichkeit. In einem "Europa der Regionen" sollte die Anerkennung und Förderung regionaler Sprachkultur bzw. sogennanter Klein- oder Minderheitensprachen von besonderem Interesse sein; und dies ist auch das Anliegen der Autoren und Autorinnen, die im vorliegenden Band zu Wort kommen. Das Buch versteht sich als Beitrag zur Darstellung und Diskussion der sprachlichen Diversität Europas und spricht zentrale Fragestellungen der europäischen (Sozio-)Linguistik und Sprachenpolitik an. Es werden fast alle europäischen Regionen im Überblick dargestellt, aber auch Schwerpunkte gesetzt, um anhand einzelner Beispiele die Frage nach einer adäquaten Sprachenpolitik zu diskutieren. Der Band richtet sich über ein Fachpublikation hinaus an eine allgemein an Sprachen interessierte Leserschaft.

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BAND 3 (2005)
Das Österreichische Deutsch im Rahmen der EU

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Heidemarie Markhardt:  Das Österreichische Deutsch im Rahmen der EU. Frankfurt am Main, Berlin, Bern, Bruxelles, New York, Oxford, Wien, 2005. 376 S., zahlr. Tab. ISBN 3-631-53084-6 br. €*56.50
Anlässlich des unter dem Motto «Erdäpfelsalat bleibt Erdäpfelsalat» propagierten EU-Beitritt Österreichs wurde das Spannungsfeld «nationale Identität - europäische Identität» an linguistischen Fragen deutlich. Österreich ließ im «Protokoll Nr. 10 über die Verwendung österreichischer Ausdrücke der deutschen Sprache» zum österreichischen Beitrittsvertrag 23 Bezeichnungen für das soul food der ÖsterreicherInnen quasi unter Schutz stellen. Das Werk bietet die erste umfassende Dokumentation über Entstehung und Folgen (z.B. Etikettierung) des ersten völkerrechtlichen Dokuments über eine Varietät einer Sprache. Darüber hinaus werden die Ergebnisse einer auf Interviews und Fragebögen basierenden empirischen Studie präsentiert, in der u. a. das Wissen und die Einstellung von EU-Sprachpersonal zum Österreichischen Deutsch untersucht wurde.

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BAND 4 (2005)

Standardvariationen und Sprachideologien in verschiedenen Sprachkulturen der Welt

INHALTSVERZEICHNIS

 

 

Rudolf Muhr (Hrsg./ed.):  Standardvariationen und Sprachideologien in verschiedenen Sprachkulturen der Welt.  Standard Variations and Language Ideologies in Different Language Cultures around the World. Frankfurt am Main, Berlin, Bern, Bruxelles, New York, Oxford, Wien, 2005. 426 S., zahlr. Graf. und Tab. ISBN 3-631-53212-1 / US-ISBN 0-8204-7384-7. €*68.50.
Der Sammelband umfasst 27 Arbeiten zu insgesamt 23 Sprachen bzw. nationalen Varietäten oder Minderheitssprachen in 20 Ländern/Regionen der Welt. Die Beiträge behandeln die Themenbereiche Standardvariation in plurizentrischen Sprachen und damit verbundene Fragen wie die Festlegung der «korrekten» Norm sowie Einstellungen zur eigenen oder anderen Varietäten, die Behandlung von Standardvarianten bei der Kodifizierung bzw. im Übersetzungsprozess, Sprachauffassungen in verschiedenen Sprachkulturen bezüglich des Einflusses aus dominierenden Sprachen wie dem Englischen, Deutschen oder Französischen, Sprachauffassungen in europäischen bzw. amerikanischen Minderheitensprachen bzw. in Sprachen Mittel- oder Südamerikas sowie schließlich soziale Auffassungen kodiert im Lexikon als kulturelle Basisbegriffe bzw. Elemente zum Ausdruck von Emotionen.

The volume comprises 27 papers dealing with 23 languages, national varieties and minority languages in 20 countries/regions around the world. The papers could be categorised into the thematic sections: standard variations in pluricentric languages and questions arising from finding a «correct» norm as well as attitudes towards the own or other varieties, the treatment of standard varieties during codification and in translation, language ideologies in different language cultures with respect to the influence coming from dominating languages such as English, German or French, language ideologies in European and American minority languages and in languages in Central and South America, respectively, as well as social attitudes codified in the lexicon as cultural core terms or as elements for the expression of emotions.

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BAND 5  (2005)
Sprachen und Sprachkontakte im pannonischen Raum. Das Burgenland und Westungarn als mehrsprachiges Gebiet.

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Muhr, Rudolf / Schranz, Erwin / Ulreich, Dietmar (Hrsg.): Sprachen und Sprachkontakte im pannonischen Raum. Das Burgenland und Westungarn als mehrsprachiges Gebiet. Frankfurt am Main, Berlin, Bern, Bruxelles, New York, Oxford, Wien, 2005. 242 S., zahlr. Tab.
ISBN 3-631-53511-2.

Dieser Sammelband ist das Ergebnis von zwei Symposien, die im Haus für Volkskultur und vom darin befindlichen Burgenländischen Dialektinstitut in Oberschützen abgehalten wurden. Sie befassten sich mit dem komplexen Thema des Erhalts von Dialekten und der herkömmlichen Volkskultur sowie mit Sprachkontakten zwischen dem Deutschen/Hianzischen/Ungarischen und Kroatischen im pannonischen Raum. Der Band umfasst daher sowohl Arbeiten zu Kontakt phänomenen zwischen den verschiedenen Sprachen des Burgenlandes bzw. des Hianzischen in Westungarn als auch zu Veränderungen des burgenländischen Deutsch aufgrund des Kontakts mit umliegenden Varianten. Abgerundet wird der Sammelband durch eine Arbeit zu den Pflanzennamen des Burgenlandes, eine Auswahlbibliografie zu den vier Sprachen des Burgenlandes sowie eine Liste der Sprachaufnahmen des Phonogrammarchivs der ÖAW mit burgenländischen SprecherInnen.

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BAND 6  (2006)
Neopurismus in Deutschland nach der Wende

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Falco Pfalzgraf:  Neopurismus in Deutschland nach der Wende. Frankfurt am Main, Berlin, Bern, Bruxelles, New York, Oxford, Wien, 2006. 380 S., ISBN €*

This neo-purist movement began in the late 1990s, and according to our view the way in which the typical discourses constitute themselves in the analysed material leads to the conclusion that there is a connection between the current hostility toward anglicisms and the German unification of 1989. However, in contrast to other researchers, we consider that that this neo-purism should not simply be seen as a manifestation of nationalism, but in connection with Germany’s search for a new political role in Europe and the world, and as an expression of the fact that unification has once again raised the question of German national identity.

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BAND 7
(2006)

HeWörterbuch der österreichischen Rechts-, Wirtschafts- und Verwaltungsterminologie

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Heidemarie Markhardt: Wörterbuch der österreichischen Rechts-, Wirtschafts- und Verwaltungsterminologie. Frankfurt am Main, Berlin, Bern, Bruxelles, New York, Oxford, Wien, 2006. ISBN br.

Das Buch richtet sich an alle, die mit Texten des Österreichischen Deutsch als SprachexpertInnen oder SprachteilnehmerInnen in Kontakt kommen, die Deutsch lernen oder lehren und sich für österreichische Kultur und deren sprachlichen Ausdruck interessieren: Es sind dies SprachexpertInnen im weitesten Sinn, LeserInnen deutscher Texte, ÖsterreicherInnen und in Österreich lebende Menschen mit Migrationshintergrund, AutorInnen und PolitikerInnen u.v.a.m.  Die meisten großen zweisprachigen Wörterbücher tragen der soziokulturellen Realität (noch) nicht Rechnung. Sie listen Termini einer als uniform imaginierten deutschen Sprache (in der Regel ohne Zusatzinformationen) auf und bieten (scheinbare) Äquivalente in einer anderen Sprache.

Mit dem Werk ist die Hoffnung verbunden, dass es eine hilfreiche Informationsquelle für TranslatorInnen sein wird, die mit geschriebenen oder gesprochenen Texten des Österreichischen Deutsch konfrontiert werden und diese in eine Fremdsprache übertragen müssen. Hier kann dieses Wörterbuch dazu beitragen, in der Übersetzungssituation das notwendige Wissen über den österreichischen Ausgangstext zu erwerben und Entscheidungen über die Strategie des Transfers in die andere Sprache zu treffen.

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BAND 8 
(2006)

Der Status des Österreichischen Deutsch an nichtdeutschsprachigen Universitäten. Eine empirische Untersuchung.

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Jutta Ransmayr : Der Status des Österreichischen Deutsch an nichtdeutschsprachigen Universitäten. Eine empirische Untersuchung. Frankfurt am Main, Berlin, Bern, Bruxelles, New York, Oxford, Wien, 2006. ISBN  br.  

Die Autorin wurde für ihre Forschungen zum Thema dieser Arbeit mit dem Erwin-Wenzl-Preis 2006 ausgezeichnet.

Welchen Stellenwert hat das Österreichische Deutsch an nichtdeutschsprachigen Universitäten? Wird es akzeptiert, belächelt oder gar abgelehnt? In dieser Untersuchung werden die Spracheinstellungen von Lehrenden und Studierenden in Frankreich, Großbritannien, Tschechien und Ungarn erforscht und statistisch ausgewertet.
Ergebnis: Das Österreichische Deutsch hat ein massives Imageproblem an Auslandsuniversitäten. Dabei tauchen zwischen Ost- und Westeuropa signifikante Unterschiede in punkto Varietätenkompetenz und Normtoleranz auf: In Frankreich etwa betrachtet man das Österreichische Deutsch vielerorts als ein Deutsch zweiter Klasse, während beispielsweise tschechische Universitätslehrer mit Wissen über das Österreichische Deutsch brillieren. Dieses Buch beleuchtet die notwendigen sprachpolitischen Maßnahmen, um das Image des Österreichischen Deutsch zu verbessern.

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BAND 9 
(2006)

Innovation und Kontiuität in Sprache und Kommunikation verschiedener Sprachkulturen/ Innovation and Continuity in Language and Communication in different Language Cultures

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Muhr, Rudolf (Hrsg./ed.): Innovation und Kontiuität in Sprache und Kommunikation verschiedener Sprachkulturen/ Innovation and Continuity in Language and Communication in different Language Cultures Frankfurt am Main, Berlin, Bern, Bruxelles, New York, Oxford, Wien, 2006. br. €*

This volumne comprises the papers of the section with the same title presented at the IRICS conference 2005 organized by the INST (Vienna) which is specialized on cultural sciences.  The section work aimed at the description of changes in languages and communicative habits which took place in different language cultures within the past 30-40 years or are still going on.  In particluar:

* Changes in the lexicon of languages and their impact (through replacement, functional loss, development of neologisms, loan, influence from other languages/varieties, manipulative use, change of meaning etc.)

* Changes in the area of text types, discourse types and forms and norms of communication (through the development of new forms or the disappearance of previous ones etc.),

* Changes in the area of social symbolism of pronunciation forms and language varieties and their consequences (through changes in prestige, social mobility, up- and downward movements within the social stratification).

* Changes in the status and social symbolism of the own and other languages caused by global and/or national processes which caused a change in the prestige of languages.

The interest is centered both on the description of reasons for innovations and reproductions of present linguistic and communicative forms as well as an outlook on possible future developments. The sections hopes for contributions from many and different languages and language cultures which might eventually allow an overview on general tendencies of linguistic and communicative innovation and reproduction in the world.

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BAND 10
(2006)

1995-2005: Zehn Jahre Forschung zum Österreichischen Deutsch - Eine Bilanz.

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Muhr, Rudolf / Manfred Sellner (Hrsg.): 1995-2005: Zehn Jahre Forschung zum Österreichischen Deutsch - Eine Bilanz. Frankfurt am Main, Berlin, Bern, Bruxelles, New York, Oxford, Wien, 2006. ISBN  br. €*

Der Sammelband umfasst die Referate zum gleichnamigen Workshop, der im Rahmen der Österreichischen Linguistentagung 2005 in Graz stattgefunden hat. Er zieht Bilanz über 10 Jahre Forschung zum ÖDt., nachdem 1995 die erste große Tagung zum ÖDt. - ebenfalls in Graz - stattgefunden hat. Die Bilanz ist vielfältig und enthält neben positiven auch viele problematische Aspekte: Auf der Positivseite ist zu verzeichnen, dass in der Publikation über zahlreiche Wörterbuchprojekte berichtet wird, auf der Negativseite, dass es um das Prestige des ÖDt. im In- und Ausland nach wie vor schlecht bestellt. Der Band soll im österreichischen Bedenkjahr 2005 Anstöße zum Nachdenken über das Österreichische Deutsch und seine Stellung in der österreichischen Gesellschaft geben.

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BAND 11  (2006)

Österreichisches Aussprache-
wörterbuch -
Österreichische Aussprache-
datenbank

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Das Österreichische Aussprachewörterbuch (ÖAWB) und die damit verbundene Österreichische Aussprachedatenbank (ADABA) entstanden im Rahmen des Projekts „Aussprachewörterbuch und Aussprachedatenbank des Österreichischen Deutsch: Standardaussprache und Varianten der Standardaussprache“, das in großzügiger Weise vom Jubiläumsfonds der Österreichischen Nationalbank und vom ORF, Abteilung Human Resources, gefördert wurde.

Hauptziel dieses umfassenden Projekts war es, den Mangel an zuverlässigen, empirisch abgesicherten Sprachdaten über die Aussprache-formen des Österreichischen Deutsch (ÖDt.) auf der Ebene der Standardaussprache (Medienpräsentationssprache) in ihren verschiedenen überregionalen und regionalen Ausprä-gungen zu beheben. Mit der österreichischen Aussprachedatenbank - ADABA und dem ÖAWB -  steht erstmals eine umfassende Dokumentation der Aussprache des Österreichischen Deutsch zur Verfügung. Grundlage dafür ist der plurizentrische Charakter des Deutschen, der sich aus der Tatsache ergibt, dass sich drei Länder dieselbe Sprache teilen und in jedem Land unterschiedliche Gebrauchsweisen und Normen vorhanden sind, die zugleich eine wichtige Identitätsfunktion haben und nur im jeweiligen Land allgemeine Gültigkeit besitzen.

ADABA und ÖAWB dokumentieren die verschiedenen Ausspracheformen und Standardvarianten in Österreich und bieten Hilfen für die Ausspracheschulung an. Die im ÖAWB/in der ADABA dargestellte Aussprache ist die Beschreibung der derzeit in Österreich üblichen „Medienpräsentationsnorm“ und zugleich die Lese- und Sprechaussprache geschulter SprecherInnen.

Das ÖAWB basiert auf einem großen Audiokorpus von Aufnahmen von insgesamt ca. 100 SprecherInnen aus österreichischen, deutschen und schwei-zerischen Medienanstalten. In der beiliegenden Österreichischen Aussprachedatenbank ADABA finden sich die Daten und Texte von sechs ModellsprecherInnen sowie die Texte von weiteren 30 geschulten und ungeschulten österreichischen SprecherInnen. Sie liegen transkribiert vor und können beliebig oft nach vielen verschiedenen Kriterien abgehört werden.

In der Datenbank finden sich auch verschiedene phonetische Werkzeuge, die die Arbeit mit den Aussprachedaten erleichtern. Die Details der Datenbankinhalte und die Funktionalität der ADABA können einem eigenen Kapitel am Ende des Buches entnommen werden. Eine Kopie der ADABA liegt diesem Buch bei.

 

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